Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt
UW/H macht Studierende fit für die Zukunft: Warum der Einsatz von KI die Bedeutung von menschlichen Fähigkeiten steigert.

Durch Künstliche Intelligenz (KI) steht die Arbeitswelt vor tiefgreifenden Veränderungen. Eine aktuelle Studie des Oxford Internet Institute zeigt, dass KI – entgegen der allgemeinen Befürchtung – nicht dazu führt, menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen. Stattdessen werden Fähigkeiten, die Maschinen nicht übernehmen können, wichtiger als je zuvor, insbesondere kreative Problemlösung, kritisches Denken, emotionale Intelligenz und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Berufe, die kognitiv und sozial komplex sind, wie etwa in der Wissenschaft, in Führungsetagen oder der Politik, kann KI laut der Studie auch künftig nicht ersetzen.
Genau hier setzt die Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke (UW/H) an: „Wir bereiten unsere Studierenden darauf vor, die Chancen der KI aktiv zu nutzen und sich mit ihren einzigartigen menschlichen Fähigkeiten in der digitalen Transformation zu positionieren“, sagt Prof. Dr. Dirk Sauerland, Dekan der Fakultät.
Menschliche Stärken in einer KI-geprägten Welt
Die UW/H integriert die neuesten Entwicklungen bewusst in ihre Management-Studiengänge. Studierende erwerben nicht nur Fachwissen, sondern entwickeln in praxisnahen Projekten und interaktiven Formaten die Fähigkeit, Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu erarbeiten, die eine KI so nicht leisten kann. Dabei kommen Methoden wie Design Thinking und Innovationsmanagement zum Einsatz, mit denen Studierende zukunftsfähige Geschäftsmodelle gestalten. In Projektseminaren arbeiten sie regelmäßig an echten Szenarien aus der Praxis: In einem Fall stand ein Gastronomie-Zulieferer beispielsweise vor der Herausforderung, dass Kaufentscheidungen vorwiegend preisbasiert getroffen wurden. Die Studierenden entwickelten eine langfristige Positionierung des Unternehmens: Sie analysierten den Markt, segmentierten Kundengruppen und erarbeiteten eine neue Markenpositionierung samt neuem Nutzenversprechen. Mit Erfolg: Der Absatz stieg deutlich an.
Ein zentrales Element des Studiums ist das kritische Denken. Professor:innen fordern ihre Studierenden auf, sich mit Fachinhalten auseinanderzusetzen und aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen zu diskutieren. In diesem Kontext lernen sie, Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren und KI-gestützte Entscheidungen fundiert zu hinterfragen.
Zudem wird der Bedeutung emotionaler Intelligenz zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt. In einer Welt, die immer komplexer wird, ist die Fähigkeit, empathisch zu kommunizieren und erfolgreich zu führen, unverzichtbar. Durch Teamarbeit und Stakeholder-Management erfahren Studierende bereits frühzeitig, wie effektive Zusammenarbeit und Führungskompetenzen in der Praxis aussehen.
Besonders hervorzuheben ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Studierende in realen Projekten mit Unternehmen erleben. Beispielsweise entwickeln sie im Seminar „Nachhaltige Unternehmensführung in der Praxis“ im Bachelor-Studiengang Management gemeinsam mit bekannten Unternehmen wie Katjes oder Bitburger Wege, um aktuelle Herausforderungen zu lösen, z. B. zu Berichtspflichten oder zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit der Supply Chain. Die Ergebnisse stellen die Studierenden der Geschäftsführung vor. Hier erkennen sie, wie Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft ineinandergreifen, und entwickeln Lösungen, die über Fachgrenzen hinausgehen.
„Unsere Studierenden werden nicht nur auf die Arbeitswelt von heute vorbereitet, sondern auch auf die von morgen“, so Sauerland. „Sie sind diejenigen, die die digitale Transformation verantwortungsvoll mitgestalten werden.“
Ansprechpartnerin

Svenja Malessa
Pressereferentin
Administration | Kommunikation & Marketing
Alfred-Herrhausen-Straße 48
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