Die Corona-Politik und die Demokratie Juni 2025

Symbolbild Coronavirus

Die Covid-19-Pandemie (2020 bis 2023) stellte die Welt vor eine bis dahin noch unbekannte, potenziell lebensbedrohliche Herausforderung. Die Regierungen der Staaten bemühten sich um die Implementierung von Schutzmaßnahmen zur Rettung von Menschen und der Wahrung des Rechts auf Gesundheit. Die Pandemie im Sinne einer weltweiten Krise ist vorüber. Wir befinden uns jetzt in der Phase einer Aufarbeitung der Krise.

Ein Ansatzpunkt dafür bildet die Bewertung der Corona-Politik und ihrer Schutzmaßnahmen, die von den Regierungen in der Covid-19-Pandemie ergriffen worden sind und deren Folgen teilweise heute noch nachwirken. Die Menschen akzeptierten und befolgten die Maßnahmen, so dass Leben erfolgreich gerettet und geschützt werden konnte.

Gleichwohl wurden durch die Corona-Politik:

  • Grundrechte eingeschränkt (Versammlungsfreiheit, Bildung etc.),
  • Lebensläufe unterbrochen (Kinder, Jugendliche),
  • Isolation befördert (u. a. ältere Menschen),
  • Ungerechtigkeiten in der Ableistung unbezahlter Arbeiten verschärft (Frauen) und
  • politische Legitimationen unterlassen (Parlamente).

 

Die Veranstaltung möchte die von der Politik ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie im Hinblick ihrer Auswirkungen auf die Demokratie untersuchen. Dabei knüpft sie an den „Bericht über die Arbeit der Interdisziplinären Kommission für Pandemieforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2020 bis 2023“ an. Die Tagung umfasst Beiträge aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven (Ökonomik, Pflegewissenschaft, Philosophie, Disability Studies, Soziologie, Literatur). Zu den Referent:innen zählen unter anderem Burkhard Liebsch, apl. Prof. der Ruhr-Universität Bochum; Gesa Lindemann, Prof. der Uni Oldenburg; Markus Dederich, Prof. der Uni Köln und Johannes Wally von der Uni Graz.

Die Teilnahme ist für alle kostenlos. Das Programm und Details zu den Inhalten finden Sie hier.